Ihr Bandname ist Sinnbild für die moralische Grauzone zwischen Gut und Böse – zwischen Heiligkeit und Verrat. Zärtlichkeit versus Aggression, Chaos versus Kontrolle, Hoffnung versus Verzweiflung. Liebe für die Ungeliebten, Sympathie für Sünder:innen. Maria Iskariot aus dem belgischen Gent künden von der Unfähigkeit, richtig von falsch zu unterscheiden, von der Verwirrung über das eigene Selbst und die Bedingungen unserer Zeit. Es geht um den Wunsch nach Veränderung, ohne zu wissen, wie sie gelingen soll – und letztlich um die Erkenntnis, dass wir alle dann doch „nur wohlmeinende Arschlöcher“ sind.
Die Energie der auf Niederländisch singenden Band löst Sprachgrenzen mühelos auf. Im Musikexpress wurde ihr Debütalbum „Wereldwaan“ Ende 2025 Album der Woche, André Boße beschreibt sie als „gallig, smart, komplex, abgründig. Das ist ungewöhnlich. Vor allem aber ist das supergut. (…) Die Band spielt brillant, baut immer wieder Postpunk-Ebenen ein in Form von kantigen Riffs, effektiven Pausen oder Laut-leise-Dynamiken. Interessant ist, wie das Niederländisch die Musik beeinflusst. Man möchte die Sprache zuerst niedlich finden – bis einem bei den vielen besonders starken Stellen, wenn Sängerin Helena Cazaerck beim Singen in den Abgrund schaut, die Kinnlade runterfällt: Das niederländische Idiom eignet sich perfekt für Verzweiflungsvertonungen. Und weil die Band bei Stücken wie „Rozemarijn“ oder dem Kneipen-Mitsing-Lied „Niets Gaat Verloren“ auch noch großes Songwriting-Talent beweist, zählt WRELDWAAN zu den besten Debüts des Jahres.“
Und live erst! Everett True, Elder Statesman des britischen Musikjournalismus, brachte ihre Live-Wucht perfekt auf den Punkt:
„Maria Iskariot vereinnahmen und beherrschen das gesamte Publikum – vom ersten Moment an, wenn die Frontfrau direkt ins Publikum springt und die Leute zwingt mitzusingen: erst einzeln, dann gemeinsam – mit Worten, die sie weder aussprechen noch verstehen können, die sie aber zunehmend lustvoll hinausschreien. Sie rennt bis ganz nach hinten, springt auf die Boxen während neben ihr die Bandkollegen die Gitarren krachen lassen und ein gewaltiges Donnern entfesseln: furchtlose Jugend, reichlich Humor – und Seele. Ein großartiges Gefühl.“
Macht euch auf etwas gefasst.
(Foto: Tina Lewis-Herbots)
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