Seit fast drei Jahrzehnten treibt Kim „Kix“ Jeppesen mit wechselnden Mitstreitern sein ganz eigenes Rock’n’Roll-Unwesen. Powersolo aus dem dänischen Aarhus scheren sich nicht sonderlich um Genregrenzen und nennen ihren Sound selbstbewusst „Donkey Punk“ – was auch immer das bedeuten soll. Es ist unnachahmlicher, höchst unterhaltsamer Powersolo-Wahnsinn.
Ihre Konzerte sind laut, wild, schräg, humorvoll und immer ein bisschen unberechenbar.
Sie zerlegen mit bemerkenswerter Hingabe die Einzelteile des Rock’n’Roll und setzen sie anschließend so wieder zusammen, wie es ihnen gerade gefällt. Garage? Klar. Rockabilly? Selbstverständlich. Surf, Punk, Blues, Country, Soul? Auch das. Hauptsache, es knarzt, rumpelt, swingt und hat ordentlich Dreck unter den Fingernägeln.
Man fragt sich: „Was zur Hölle ist das denn?“
Aber Powersolo sind eine dieser Bands, bei denen man besser nicht versucht, vorher alles zu verstehen. Das ist schmutzig, sexy, komisch, laut und herrlich bekloppt. Ihre Kinderstube war vermutlich geschlossen, als es zur Erziehung hätte kommen sollen.
Powersolo spielen Musik für Menschen, die bei einem sauberen Gitarrensound nervös werden. Für Menschen, die wissen, dass Rock’n’Roll nicht unbedingt eine Frisur, aber unbedingt eine Haltung braucht. Und für alle anderen natürlich auch. Wir wissen nicht genau, was passieren wird. Aber wir sind ziemlich sicher, dass es Spaß macht.
Da ist Schluss mit vorsichtigem Mitwippen. Denn das sind wilde Gesellen mit einer wilden Show. Es wird gerockt, gezuckt, geschwitzt und möglicherweise auch kurz über die eigene Lebensführung nachgedacht. Wir empfehlen: nicht nachdenken. Tanzen.
Und jetzt macht mal Platz vor der Bühne!
(Foto: Nive Nielsen)
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