MEL D

Mit einer Stimme von außergewöhnlicher Klarheit und melancholischer Tiefe erschafft die Schweizerin ein musikalisches Werk von großer emotionaler Dichte und zeitloser Schönheit.

Fein komponierte Songs in einer musikalischen Welt zwischen Sehnsucht und Hoffnung, und kraftvoll, verspielt und eindringlich. Ihre Musik klingt zugleich zärtlich und entschlossen, spricht den Zeitgeist an und entzieht sich ihm doch. Stilistisch bewegt sich das Album souverän zwischen Indie- und Alternative-Pop, mit barocken, jazzigen und soulig-kontemplativen Momenten. Jeder Song ist eine Ode an das Verbundensein – mit anderen, mit der Welt, mit der Musik selbst.

Ausgangspunkt des Albums ist ein Gefühl der Überforderung angesichts einer aus dem Gleichgewicht geratenen Welt. Mel D braucht ein Ventil, sie verwandelt Trauer und Wut in kreative Energie und verleiht dem Weltschmerz eine tröstende, verführerische Stimme. Ihre Songs handeln von Fürsorge, Zusammenhalt, Empowerment – und davon, dass es erlaubt ist, zu fühlen. So beschwört Bring the Witches Back in sanfter Dringlichkeit mehr Liebe und Magie, während Soft mit souliger Leichtigkeit ein schwebendes Dazwischen einfängt. Slowly Growing fragt mit kristallklarer Intimität nach Identität und Zugehörigkeit, Where Do You Look When It Hurts spendet erschöpften Gefühlen musikalische Wärme.

Ihre Songs verzaubern mit bemerkenswerter Nähe, Tiefe und Strahlkraft. Es kommt nicht von ungefähr, dass sie als Einflüsse u.a. Feist, Sophie Hunger, Big Thief, Soko, boygenius, Kate Bush, PJ Harvey, Aldous Harding oder Sharon van Etten nennt.
Musik begleitet Mel D seit ihrer Jugend. Während ihres Fine-Arts-Studiums in Zürich gründete sie das Electro-Pop-Duo mischgewebe und komponierte für Theater, Film und Ausstellungen. Ihren Künstlerinnennamen verdankt sie übrigens ihrem ewigen Spitznamen – eine augenzwinkernde Referenz an die Spice Girls. Sie trägt ihn mit derselben Leichtigkeit, die auch ihre Bühnenpräsenz auszeichnet. Denn sie strahlt eine ungeheure Natürlichkeit aus – da ist keine Spur von eitler Selbstinszenierung. „Die Bühne ist mein Zuhause“, sagt sie. Und nach Tourneen mit Faber ist sie von großen Festivalbühnen kaum mehr wegzudenken.

(Foto: Noémi Ottilia Szabo)

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Hintergrund-Foto: Lucja Romanowska

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