Manchmal braucht es gar nicht viel, vielleicht eine Gitarre, eine besondere Stimme, ein paar gute Songs – und schon ist man gefangen. Bei Pina Palau kommt allerdings etwas hinzu: dieses leise, ziemlich unwiderstehliche, Nähe schaffende Gefühl, dass man gerade jemandem beim Denken, Fühlen und Geschichtenerzählen zuhört.
Die Schweizer Singer-Songwriterin bewegt sich irgendwo zwischen Indie, Americana, Folk und Pop und hat ein Händchen für Songs, die nicht laut anklopfen, sondern sich ganz selbstverständlich neben dich setzen. Ihre Musik ist warm, persönlich und wunderbar unaufgeregt – und gleichzeitig voller kleiner Widerhaken, überraschender Wendungen und großer Gefühle. Es geht um Nähe und Fernweh, um Beziehungen, Veränderungen, Zweifel und all die anderen Dinge, über die man beim Spazierengehen, Zugfahren oder nachts um halb drei plötzlich sehr gründlich nachdenkt. Inspiriert von Künstler:innen wie Adrienne Lenker, Julia Jacklin, Courtney Barnett, MJ Lenderman und Waxahatchee verbindet sie Intimität mit Energie – nahbar und kompromisslos zugleich, mit feinem Songwriting ohne Dünkel, Melancholie ohne Schwere und Pop ohne Plastik. Mal zart, mal verspielt, mal mit dezentem Zug nach vorn – aber immer mit Persönlichkeit und einem offenen Herzen.
Das ist Musik zum Zuhören, Träumen, Mitwippen und zum zustimmenden Nicken – und natürlich auch zum kurz Wegschauen, wenn einem plötzlich ein bisschen was ins Auge fliegt. Staub vom Festivalgelände zum Beispiel, den man flugs aus den Augen wischen möchte, ihr wisst schon.
In den letzten Jahren war Pina Palau unermüdlich unterwegs – unter anderem als Support von King Hannah auf ihrer ausverkauften Europatour oder zusammen mit BEACHPEOPLE. Bei uns tritt sie in Bandbesetzung auf – und wird den OBS-Garten mühelos für sich einnehmen.
(Foto: Marius Eckert)
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