Botticelli Baby

Welches musikalische Genre wird hier bedient? Völlig egal. Alle. Das einzige was bei Botticelli Baby klar ist, ist dass dies die meisten Menschen, die auf einem ihrer Konzerte waren, nicht mehr interessieren wird wenn sie erlebt haben, wie sieben Musiker auf die Bühne kamen und nach einer Stunde schweißgebadet ihre Verbeugung vollziehen und Staunen zurück lassen.
Wer Musik liebt wird Musiker erleben, wer lachen will, lachen, wer tanzen will, wird tanzen können, wer traurig ist, wird weinen oder getröstet werden.

Sich eine Dröhnung Botticelli Baby live zu geben, heißt schweißnasses Haar, Muskelkater am nächsten Tag und beseeltes Dauergrinsen. Es ist ein wilder Rausch, ein einziges Fest. Die sieben Typen wirken unverwüstlich und doch extrem chaotisch und ekstatisch. Die Band vermag es, gesunden und lange vermissten Schmutz in die Jazzmusik zurückzuführen. In ihrem Sound-Clash aus Jazz, Punk, Blues, Folk, Funk und Balkan-Pop verbinden Botticelli Baby den Freigeist und den Schaffensdrang eines Sandro Botticelli mit dem ungefilterten Rebellen-Spirit und der Unberechenbarkeit des Rock’n‘ Roll.

Seit 2013 sucht das Septett nach immer neuen Ausdrucksformen – heute bewegen sich Botticelli Baby geschmeidig zwischen allen Stühlen und Stilen, die die Ruhrpott-Formation zu einem eklektischen In-Your-Face-Crossover verlötet. Sie lieben das Experiment und die kreative Reibung. Mit fast akribischer Detailverliebtheit hantiert das Musikerkollektiv mit stilistischen Gegensätzen und Widersprüchen. Botticelli Baby befreien den Jazz von seiner elitären Verkopftheit und den Punk von seinem Dosenbier-bekleckerten Schmuddelimage. So entsteht eine Fusion, für die man auch praktischerweise gleich die passende Bezeichnung mitliefert: Junk – ein Mix aus Jazz und Punk, mit dem sich Botticelli Baby einen stabilen Ruf als eigenwillige Live-Formation erspielt haben.

„Jeder von uns ist in einer anderen musikalischen Stilrichtung verwurzelt“, erklärt Sänger und Kontrabassist Marlon Bösherz, „wir lieben es, uns gegenseitig zu provozieren und musikalisch herauszufordern. Diese Band ist wie ein gigantischer High-End-Katalysator, der alle Inspirationen in etwas Eigenes transformiert.“
Das wird wild werden bei uns im Garten.

Foto: Martin Hinse

Website
Instagram
Facebook

Hintergrund-Foto: Lucja Romanowska

Skip to content