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rembert rembert schrieb am 16. August 2016 um 20:33
@sempty: War wieder schön in Haldern. Zuvor hatte ich gedacht, dass das Programm am Samstag für meinen Geschmack eventuell nicht ideal wäre. Gerade gegen Ende war aber das Gegenteil der Fall. Ich habe in diesem Jahr in Haldern so viele Bands wie lange nicht gesehen - mit einigen Überraschungen. Meine Highlights (fand ich alle sensationell gut, aber Obacht: das wird hier gar nichts über die Wahrscheinlichkeit aussagen, dass sie vielleicht auch mal im OBS-Garten spielen): Glen Hansard, Die Nerven (die im Übrigen sehr nette Zeitgenossen sind, die sich durchaus sehr gut zu benehmen wissen - haben nur eben eine sehr eigene, evtl. polarisierende Bühnenausstrahlung), The Graveltones, Jason Isbell, Yak, auch The Strypes. Michael Kiwanuka fand ich eher nur okay, aber dann doch inkonsequent/zu slick (gemessen an meinen Erwartungen), daher enttäuschend. Daughter arg gleichförmig und undynamisch. Minor Victories überraschend gut (und da wo ich stand war der Sound auch völlig okay), Algiers fand ich enttäuschend zerfahren, Loney Dear etwas unglücklich (da nach Glen Hansard am Start), Trevor Sensor langweilig, Jack Garrat fand ich furchtbar. Auch mit Julia Holter konnte ich nichts anfangen (selbst wenn man das wohl irgendwie nicht zugeben sollte, weil das ja wohl in den Augen aller große Kunst ist). Damien Rice gut, der Auftritt dann aber doch etwas arg lang und nicht durchgängig packend, Money eher so lala (hatte ich mir mehr versprochen), für die musikalische Drangsal-Zeitreise war ich nicht richtig angezogen, bei The Vryll Society habe ich nicht kapiert, worum es ihnen geht, Jambinai in einigen rhythmisch-repetitiven Momenten durchaus "interessant", dann aber immer wieder zu anstrengend für mich (war ja auch schon spät, und dann diese eigentümlich klingende Tröte). Sara Hartmann: zu glatt. Husky bekannt harmonisch/schön (so recht gezündet haben sie im Spiegelzelt allerdings nicht, war mein Eindruck), Hubert von Goisern ist einfach nicht meine Tasse Tee. Dafür hat mir Thees Uhlmann (im vierten Anlauf) gefallen, auch das Ende mit den örttlichen Horny Horns war sehr gelungen. Monobo Son sind als Stimmungskanonen gut gewählt gewesen, auch wenn (nachvollziehbarer Weise) arg nahe an La Brass Banda. Heisskalt hatten ordentlich Schub, Texte eher nuja. Wintergatan habe ich diesmal leider nur aus der Ferne wahrgenommen, wie auch The Lytics, Ben Caplan und Whitney. Verpasst habe ich Giant Rooks, Amber Arcades, Samm Henshaw, Albin Lee Meldau, Elias, Lapsley, Rationale, GoGo Penguin, Alex Vargas, The Angelcy, Besnard Lakes. Und ich war nicht in der Kirche. Insgesamt fand ich das Programm besser, als es von einigen Besuchern gemacht wurde. Außerdem super: Falafel, der neue Currywurst-Stand, wie immer die Pizzabude vorne rechts, der Kaffee vorne links. Den "Marktplatz" fand ich eine gute Neuerung, in den beiden Tipis konnte man gut entspannen. Das zuvor von so vielen Besuchern gescholtene Sicherheitskonzept fand ich übrigens völlig angemessen und nicht übertrieben.
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