Programm-Diskussion

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timo timo schrieb am 23. Mai 2018 um 10:36
Ich möchte in das allgemeine Loblied mit einstimmen. Wäre das OBS ein Betriebssystem, es müsste GrandiOS heißen. Und das diesjährige war sicherlich eines der Stärksten. Während andere Veranstalter ständig über zu wenig Besucher bei Konzerten, etc. klagen, bekommen die Bands auf dem OBS das Publikum, das sie verdienen. Die Macher des OBS schaffen eine unbeschreibliche Atmosphäre. Aber warum ist das so? Was ist es, das uns Jahr für Jahr nach Beverungen zieht? Zwei kleine Beispiele: Wie schaffe ich es, dass das Gros des Publikums abends bis zum Schluss bleiben? Ich bediene mich des Cliffhanger-Effekts aus Serien. Wie schaffe ich es, dass auch die Bands am (für ein Festival sehr frühen) Sonntag Morgen ihr Publikum haben? Ich mache einen Surprise Act und schaffe über die Jahre ein Mysterium, das in den Anfängen noch sehr leicht zu entschlüsseln war, mittlerweile aber erst kurz bevor die Musiker die Bühne entern, durch Rembert höchstpersönlich aufgelöst wird. Und von dieser Art gibt es noch hunderte andere Beispiele, die das Gesamtbild ausmachen. Beim OBS ist nichts „von der Stange“, nichts „mal eben so“. Alles ist wohl durchdacht und mit einer großen Menge Herzblut umgesetzt. Rembert scheint ganz offensichtlich für alles eine Lösung zu haben, die meist auf der Achse zwischen Pragmatismus und Genialität changiert. Anscheinend hat er sogar mittlerweile gelernt, das Wetter zu beeinflussen. Perfekter wie in diesem Jahr geht es schon fast nicht mehr. Nachts war es allerdings anfangs noch ein wenig kühl – da geht also noch was für‘s nächste Jahr. Mittlerweile scheint sich jedenfalls herumgesprochen zu haben, was für einen Charme dieses Festival versprüht. Anders ist es nicht zu erklären, dass Acts wie Casper und Kettcar bereit sind, vor einem wesentlich kleineren Publikum und sehr wahrscheinlich auch für wesentlich kleinere Tantiemen als für sie üblich spielen. Einfach, weil das OBS über die Jahre so einen guten Ruf bekommen hat. Ganz nebenbei bemerkt ist das auch ein Lob an das Publikum – also an uns! Zudem gilt es zu erwähnen, dass das OBS es gar nicht nötig hat, die Acts früh bekanntzugeben, um ausreichend Tickets zu verkaufen. Casper wurde als letzter Act bekanntgegeben, lange nachdem die letzte Karte verkauft wurde, Kettcar überhaupt nicht. Es wurde hier immer nach „großen Bands/Künstlern“ gerufen, die sich Glitterhouse nie würde leisten können. Was also als schier unmöglich schien, wurde in diesem Jahr gleich doppelt wahr. Rembert hat also auch hierfür eine Lösung gefunden. Ich bin sehr froh und auch ein bisschen stolz, ein (zugegeben sehr kleiner) Teil des Ganzen zu sein. Und dafür kann ich Rembert und seinem Team gar nicht genug danken.
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