Programm-Diskussion
Foto: Axel Hasselmann
Nachdem mein Entschluss gefasst ist, aus verschiedenen Gründen (nicht nur musikalischen) dieses Jahr das OBS zu meiden, fühle ich mich befreiter. Das wird mein zweites OBS von 21 sein, dem ich nicht beiwohnen werde. Wahrscheinlich wird damit auch das Kapitel OBS für mich geschlossen sein. Mit 36 Jahren bin ich durch Zufall das erste Mal im Garten gewesen, es war wie ein Stück meines Lebens, jedesmal an Pfingsten nach Beverungen zu fahren. Mittlerweile muss ich jedoch sagen, sollte man in meinem Alter (56) das Feld den jüngeren überlassen, die mit dieser Art von Musik, wie sie (mit einigen Ausnahmen) heutzutage auf dem OBS gespielt wird, mehr anzufangen wissen. Ich bin mit der Musik, wie sie bis zum vielleicht 11. oder 12. OBS vornehmlich gespielt wurde, aufgewachsen. Warum sollte ich jetzt mit Macht und Gewalt meinen musikalischen Geschmack, der auf Blues, Folk, Country, Garagen- und Psychedelicrock und altem Soul beruht, ändern. Es gibt genügend Veranstaltungen, wo meine Musik gespielt wird. Deshalb fällt mir der Abschied vom OBS der heutigen Tage gar nicht so schwer. Fehlen werden mir nur meine alten Mitstreiter wie der Forentroll, mit denen ich aber anderweitig in Verbindung zu bleiben hoffe. Das wollte ich nur mal gesagt haben. Ansonsten: Rock & Roll will never die.


