Programm-Diskussion
Foto: Axel Hasselmann
Mmmh, da sind jetzt zwei Themen. Einmal die deutsche Musiklandschaft, in der es in den letzten Jahrzehnten definitv sehr wichtige und wegweisende Musiker gegeben hat. Auf der anderen Seite die Musikindustrie, die allerdings auch seit je her (meist finanziell) vielversprechende Strömungen genutzt hat. Qualität und Anspruch waren und sind da leider nicht immer die überzeugendsten Argumente.
Aber Du hast einen wichtigen Faktor genannt: Das Internet bietet die volle Bandbreite von Quellen, über die man sich über Musik informieren kann. Aber was für uns Konsumenten in Grunde genommen ein Segen ist, ist letzten Endes ein Fluch für Musiker und Künstler. Man muss schon enorm viel Zeit investieren, um auf möglichst vielen Plattformen seinen Output zu promoten, in der Hoffnung irgendwo gehört zu werden. Wenn man nicht gerade Radiohead heisst, ist das schon sehr schwer.
Denn, machen wir uns nichts vor, auch wir Konsumenten haben nur begrenzt Zeit, auf den ganzen Plattformen nach neuer Musik zu forschen, was bei der schier unendlichen Vielzahl von Bands und Musikern auch absolut unmöglich ist.
Da ist so'n Festival wie das OBS für beide Seiten die viel zitierte Win-Win-Situation. Die Musiker haben die Möglichkeit, vor einem größeren Publikum zu spielen und das Publikum kann sich in sehr kurzer Zeit einen guten Überblick über aktuelle Bands verschaffen. Es geht sowieso nichts über die Live-Performance. Ich zumindest kann mir so den besten Eindruck verschaffen, ob die Musik mir zusagt, oder eben nicht.


