Programm-Diskussion
Foto: Axel Hasselmann
ein reines indie-festival ist das obs meiner meinung nach auch nicht. ich sehe schon noch den versuch eines brückenschlages, ein breiteres programm, sagen wir mal ein "familienfestival" auf die beine zu stellen. hier spielen schon noch bands, die man auf typischen indie-festivals nicht sieht und umgekehrt. typisch für das obs sind immer noch diese sog. american gothic acts, dieses jahr vielleicht etwas weniger, dann bands wie madison violet oder diesjahr die shook twins, also diese country folk richtung. americana vielleicht etwas weniger, genau wie roots rock, woran es manchen alten veteranen mangelt. aber bestimmt auch nicht allen. dann mittlerweile angesagter deutscher indie, wozu ich auch mal die sog. punk rabauken zähle. bands wie vita bergen als vielleicht gerade heißen scheiß, so'n bißchen. härter sachen von musikern mit eier wie pampelmusen ist ja auch schon ewig dabei. viel musik, die schon das publikum besonders mitreißt (dan mangan) oder stimmungsvoll ist (musik zum feiern). auf der anderen seite die sog. schlaftabletten, wozu ich jetzt auch mal savoy grand zähle, deren nachmittagsauftritt mich seinerzeit sehr begeistert hat. ein buntes programm eben, und ein hauptsächlich roots rock-americana festival ist das obs doch schon eigentlich seit über zehn jahren nicht mehr. gut würd ich natürlich finden, wenn das hier so höflich im umgang bleibt, das sehe ich genauso wie der forentroll und klar, das leben ist voller widersprüche, und schön, wenn die leute trotzdem kommen. guckt man so in das bild oben vom publikum, sind doch noch ne menge älterer leute da, aber vielleicht sind das ja nicht alles veteranen. ach, und hugo race für mich diesjahr das highlight im lineup. reinhard zu sehen würd mich auch mal wieder freuen.


