Programm-Diskussion

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rembert rembert schrieb am 7. Juli 2021 um 22:11
@Marc: Neues aus dem OBS-Krisenzentrum. Die heute in einer Pressekonfrenz von Gesundheitsminister Laumann vorgestellte Öffnungsoffensive in NRW verspricht so einiges. Grundlage der gehörigen Änderungen für Großveranstaltungen ist eine bundseinheitliche Rahmenrichtlinie, die (nachdem sich die Ministerpräsident:innen-Konferenz dazu nicht in der Lage sah) von den Staats- und Senatskanzleien der Länder erarbeitet wurde. Die am Freitag in Kraft tretende CoronaSchutzVerordnung NRW beinhaltet gehörige Erleichterungen und den Wegfall vieler Einschränkungen, auch für Großveranstaltungen und Festivals. Das ist erstmal gut, denn die Ungleichbehandlung gegenüber anderen Großveranstaltungen wurde entschärft. Aber: Da heute bereits überall zu lesen ist "Großveranstaltungen dürfen stattfinden", "Am Freitag öffnen die Discos!" etc. ist es den Menschen schwer verständlich zu machen, dass und warum nun nicht alles einfach so wieder ganz selbstverständlich ohne Einschränkungen stattfinden kann. Denn der Teufel liegt im Detail. Es wird in NRW eine neue "Inzidenzstufe 0" eingeführt, die eine stabile 7-Tages-Inzidenz < 10 bedeutet. In dieser wäre das OBS augenscheinlich möglich (mit 3G-Nachweis). Ob wir Ende August allerdings fest mit einer stabilen Inzidenz von < 10 rechnen können, steht in den Sternen. Neben der Landkreis- muss auch die Landes-Inzidenz parallel < 10 sein. Das Risiko ist hoch, dass uns die Durchführung der Veranstaltung kurzfristig um die Ohren fliegt, sollte sich nämlich die 7-Tages-Inzidenz knapp vor der Veranstaltung auf über 10 erhöhen. Denn in Inzidenzstufe 1 ist die Durchführung des OBS nicht möglich. DAS wäre dann wirklich ein existentielles Problem, denn viele der Produktionskosten würden enstehen, die man weiter im Vorfeld des Festivals noch vermeiden könnte (Personal, Gagen, Hotelübernachtungen, Catering-Verträge; Technik, diverse Dienstleistungen etc.). Und die Ausfallabsicherung durch den "Sonderfonds Kulturveranstaltungen" des Bundesfinanzministeriums, die 80% der Kosten tragen würde, gilt lediglich für Veranstaltungen, die ab 01.09.2021 geplant sind. Also nicht für uns. Es bleibt spannend. Wir stehen in ständigem Austausch mit den lokalen Genehmigungsbehörden, Veranstalterverbänden, anderen Veranstaltenden etc. So oder so machen wir uns die Entscheidungsfindung nicht leicht. Einstweilen geplant ist, dass wir euch Mitte nächste Woche final mitteilen, wohin die Reise geht. Bis dahin werde ich noch so einige schlaflose Nächte verbringen.
Bitte warten …